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Schiedsgericht

Internationale Schiedsgerichtsbarkeit ermöglicht die außergerichtliche, verbindliche Beilegung grenzüberschreitender Streitigkeiten. Sie bietet Unternehmen ein neutrales Verfahren jenseits staatlicher Gerichtsbarkeiten, insbesondere bei internationalen Vertragsbeziehungen und hohen Streitwerten.

Die Parteien unterwerfen sich dabei einem Schiedsgericht, dessen Zusammensetzung, Verfahrenssprache und Ablauf vertraglich festgelegt werden können. Schiedsverfahren zeichnen sich durch fachkundige Entscheidungsfindung, Vertraulichkeit, prozessuale Flexibilität und die internationale Vollstreckbarkeit der Schiedssprüche aus.

Unsere Tätigkeit beschränkt sich nicht auf die Vertragsgestaltung – wir führen Schiedsgerichtsverfahren und vertreten Unternehmen in internationalen Streitigkeiten.

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Häufig gestellte Fragen zur Internationalen Schiedsgerichtsbarkeit

1. Was versteht man unter Internationaler Schiedsgerichtsbarkeit?
Internationale Schiedsgerichtsbarkeit ist ein privates, vertraglich vereinbartes Verfahren zur verbindlichen Beilegung von grenzüberschreitenden Streitigkeiten zwischen Parteien. Die Parteien einigen sich darauf, ihre Konflikte nicht vor staatlichen Gerichten, sondern vor einem neutralen Schiedsgericht zu entscheiden.

2. Wann ist ein Schiedsverfahren sinnvoll?
Ein internationales Schiedsverfahren ist besonders sinnvoll, wenn unterschiedliche Rechtsordnungen, hohe Streitwerte oder internationale Geschäftsbeziehungen betroffen sind und eine neutrale, schnelle sowie wirtschaftliche Streitbeilegung angestrebt wird.

3. Wie unterscheiden sich Schiedsverfahren von staatlichen Gerichtsverfahren?
Im Vergleich zu staatlichen Gerichten bietet die Schiedsgerichtsbarkeit mehr Flexibilität – Parteien bestimmen Verfahrenssprache, Verfahrensort und Schiedsrichter selbst. Zudem ist der Prozess meist schneller, vertraulicher und die Entscheidungen sind in über 160 Staaten durchsetzbar.

4. Welche Vorteile bietet internationale Schiedsgerichtsbarkeit?
Zu den wichtigsten Vorteilen zählen Neutralität, freie Wahl der Schiedsrichter, Vertraulichkeit, Flexibilität des Verfahrens, Effizienz durch konzentrierte Ein-Instanz-Entscheidungen und weltweite Vollstreckbarkeit der Schiedssprüche.

5. Was bedeutet „Weltweite Vollstreckbarkeit“?
Schiedssprüche werden durch das New Yorker Übereinkommen über die Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Schiedssprüche in einer Vielzahl von Staaten anerkannt und vollstreckbar gemacht, was die internationale Durchsetzung der Entscheidung erleichtert.

6. Wie wird ein Schiedsgericht gewählt?
Die Parteien können die Schiedsrichter gemeinsam auswählen oder auf etablierte Institutionen und deren Regeln (z. B. ICC, LCIA, DIS) verweisen, die dann die Ernennung übernehmen.

7. Was ist eine Schiedsvereinbarung?
Die Schiedsvereinbarung ist ein vertraglicher Bestandteil, durch den sich die Parteien verpflichten, Streitigkeiten einem Schiedsgericht zu unterwerfen. Sie bildet die rechtliche Grundlage für ein späteres Schiedsverfahren und sollte idealerweise bereits im Ursprungsvertrag aufgenommen werden.

8. Gibt es Nachteile im internationalen Schiedsverfahren?
Obwohl Schiedsverfahren viele Vorteile haben, können sie in Einzelfällen kostspielig sein und erfordern sorgfältige vertragliche Vorbereitung. Zudem gibt es in der Regel keine Berufungsmöglichkeiten gegen den Schiedsspruch, was die Endgültigkeit der Entscheidung stärkt, aber auch das Risiko trägt, falls Fehler passieren.

9. Welche Rolle spielt die Vertraulichkeit?
Im Gegensatz zu öffentlichen Gerichtsverfahren bieten Schiedsverfahren vertrauliche Abläufe, die besonders für unternehmensinterne Informationen und strategische Geschäftsdetails wichtig sein können.